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Mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben
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"Wasser, Wind und Sonne haben wir hier nicht", rief
ein entnervter Bürgermeister Anfang der 1990 in eine Sitzung des Stadrates
von Bad Neuenahr-Ahrweiler, als er das ganze fremdartige Gerede der grünen Ratsfraktion
über erneuerbare Energien, Energiekonzept, Wärmedämmung oder gar Kraft-Wärme-Kopplung
nicht mehr hören konnte. Heute, 15 Jahre später, ist jedes Windrad, jede Solaranlage
auf dem Dach und jede Biogasanlage auf einem Bauernhof ein Beleg, daß man mit grünen
Ideen schwarze Zahlen schreiben kann. Und wir finden es gut, wenn die Schwarzen, auch
im Kreis Ahrweiler, das nutzen.
Weg vom Öl
Es wird auch höchste Zeit: der Ölpreis erreicht immer neue Rekordstände -
und kein Ende in Sicht. Steigender Energiehunger der Welt und die näher rückenden
Erschöpfung der globalen Ölreserven treiben die Preise. Die Abhängigkeit vom Erdöl
spüren viele zuerst bei den Benzinkosten oder auch bei der Heizkostenabrechnung.
Was nicht alle wissen: Auch viele andere Güter unseres täglichen Gebrauchs sind
massiv vom Erdöl abhängig. Mehr als 90% aller organischen Chemikalien werden auf
Basis von Erdöl hergestellt. Allein in Deutschland verbraucht die chemische Industrie
jährlich über 15 Millionen Tonnen Rohöl. Aber auch Staaten wie Indien und China
treten auf die Bühne und melden ihren Anspruch an den verbliebenen Rohstoffreserven an.
Nicht nur die chemische Industrie leidet unter der Verknappung der fossilen Rohstoffe.
Die Auswirkungen schlagen weltweit auf die wirtschaftliche Situation durch.
"Hoher Ölpreis gefährdet die Konjunktur und Weltwirtschaft", lauten seit Monaten die
Schlagzeilen.Die Zeit drängt, die Alternativen zu entwickeln. Sie liegen in den
erneuerbaren Energien und in den nachwachsenden Rohstoffen. Bei den Kraftstoffen,
bei der Chemie und bei der Energieversorgung müssen wir weg vom Öl, müssen wir fossile
Rohstoffe durch nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien ersetzen.
Die Erneuerbaren: Arbeit und Einkommen gerade für den ländlichen Raum
Die Potenziale dafür sind vorhanden. Im Kreis Ahrweiler können wir schon unter den
heutigen Bedingungen jährlich bis zu 20 Millionen Liter "Öl fördern".
So viel Heizölwert steckt in der jährlich im Kreis heranwachsenden nutzbaren Biomasse.
Deshalb liegt im nahenden Ende der fossilen Rohstoffe auch eine große Chance für unsere
Region. Der Boom der erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind und Biomasse bringt neue
Energien für Wirtschaft, Handwerk und Gewerbe und damit schon heute vielfache Dividende.
Gerade im ländlichen Raum schaffen nachwachsende Rohstoffe Arbeit und Einkommen und schützt
obendrein die Umwelt. Das Potenzial für solche ökologische Entwicklungen ist groß.
Es reicht von Energiesparhäusern, effizienteren und leiseren Autos, Bio-Lebensmitteln und
umwelt- und gesundheitsschonenden Chemieprodukten bis zu Dämmstoffen aus nachwachsenden
Rohstoffen. Immer mehr Unternehmen stellen sich mit neuen Angeboten darauf ein.
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"Mein Ölvorrat liegt vor der Haustür"
Neue Energien für AW
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