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Mit Ise Thomas beim Programm-Parteitag in Berlin


Mein Haus

Mein Kater


Mein Hase und meine Hühner


Mein Solardach


MeineLebensgefährtin

(Will nicht aufs Bild)






Schlagwein-Haus im ZDF


Architektur aus dem Ahrkreis findet überregionale Beachtung

Überregionale Aufmerksamkeit findet jetzt erneut ein Architekturobjekt aus dem Ahrkreis. Gegenstand von Dreharbeiten des ZDF war zwei Tage lang mein Wohnhaus in Bad Neuenahr. Organisches Bauen mit der Natur – für dieses Thema des Architekten Udo Heimermann fand das Team der Sendung „Volle Kanne – Service täglich“ in der Kreisstadt Motive in Menge. Das Ende 1999 bezogene Haus ist im Niedrigenergie-Standard errichtet und verwendet natürliche Baustoffe wie Lehm, Holz, Schilf oder Farben auf Kaseinbasis. Ein Teil der Dachflächen ist begrünt und begehbar. Unregelmäßig-runde, organisch „gewachsene“ Formen prägen das Bild. Nicht zuletzt Mosaike im Stil von Hundertwasser oder Antonio Gaudi und selbstgefertigte Möbel und Einrichtungsgegenstände verhalfen den Kameraleuten zu ungewöhnlichen Bildern. Die Ausstrahlung des Beitrages erfolgt wahrscheinlich am 23. September.


Interview mit Wolfgang Schlagwein


Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 200 für die Bundestagswahl am 18. September
Die Fragen stellte Uli Meyer-Dörpinghaus

Was können Sie für den Kreis Ahrweiler im Bundestag tun?

Die Rekordpreise beim Öl und Gas machen unmißverständlich klar: es geht um die letzten fossilen Energiereserven. Die Zukunft dagegen liegt in den erneuerbaren Energien - und eine große Chance für unsere Region. Energie aus Sonne und Biomasse bieten ein unerschöpfliches Potenzial nicht in fernen Krisenregionen, sondern vor unserer Haustüre. 20 Millionen Liter Heizöläquivalent könnten wir im Kreis Ahrweiler aus jährlich nachwachsender Biomasse zu heutigen Marktpreisen schon ”fördern”. Der Kreis hat die richtigen Schritte dorthin gerade eingeleitet hat. Ich will mithelfen, sie zum Erfolg werden zu lassen.

Wo wollen Sie sich im Bundestag besonders engagieren?

Für eine Föderalismusreform, die den Bundesrat aus dem Mißbrauch als Blockadeinstrument befreit. Das Verhältnis zwischen Zentralstaat und Regionalität, das in Deutschland immer zu extremen Ausschlägen neigte, ist das eigentliche politische Problem der letzten Jahre. Es muß dringend neu austariert werden. Auch vor dem Hintergrund der europäischen Integration und mit dem Ziel, die finanzielle Gestaltungskraft der Städte und Gemeinden zu sichern.

Werden Sie im Bundestag die Verkehrswende fordern, oder ist der Zug schon abgefahren?

Mit der nahenden Erschöpfung der globalen Öl- und Gasvorräte sind auch neue Verkehrssysteme gefordert. Wir haben mit den erneuerbaren Energien neue Ideen entwickelt, die, früher belächelt, nun schwarze Zahlen schreiben. Auch im Verkehrsbereich entwickeln wir mit derselben Beharrlichkeit die Wege, um unsere notwendige Mobilität nachhaltig sicherzustellen. Neue Treibstoffe aus Biomasse, sparsamere Motoren, aber auch moderne öffentliche Verkehrssysteme gehören dazu.

Sehen Sie Handlungsbedarf in der Bildungspolitik?

Wie sonst nirgendwo in Europa entscheidet bei uns die soziale Herkunft über die Bildungs- und Lebenschancen. Wir müssen für Chancengleichheit sorgen, durch weniger Selektion, durch mehr und frühere Förderung für alle Kinder - unabhängig von ihrer Herkunft. Dazu gehört für mich auch die bessere Verzahnung zwischen Betreuungs- und Bildungsangeboten.

Wie finden Sie, dass Die Grünen wieder sehr stark Joscha Fischer in den Vordergrund stellen? Kann der Schuss nach hinten losgehen?

Wenn ich zur Versammlung einlade, kommen 20 – 30 Leute. Zu Fischer kommen, selbst im Kreis Ahrweiler, einige Hundert. Das ist der Unterschied. Ich hätte es auch lieber umgekehrt, kann’s mir aber nicht aussuchen.

Frau Merkel würde Kanzlerin und Sie haben einen Wunsch frei bei ihr. Was würden Sie sich von ihr wünschen?

Dass sie die Kochs und Stoibers Pläne durchkreuzt, sie kurz nach der Wahl wegzuputschen.

Was würde passieren, wenn eine schwarz-gelbe Regierung den Atomausstieg und das Erneuerbare-Energien-Gesetz rückgängig machen?

Mit dem Schritt zurück wären die von der Bundesregierung bereiteten Rahmenbedingungen und damit die Chancen dahin, die sich der Kreis Ahrweiler durch sein Biomasseprojekt doch gerade zu erarbeiten beginnt. Wir wären alleine darauf angewiesen, uns am globalen Hauen und Stechens um den letzten Tropfen Öl zu beteiligen. Nicht in den Irak, aber nun doch in den Iran? Und das mit dem Argument, die Nutzung der Atomenergie zu unterbinden, während bei uns die Auseinandersetzungen um atomare Endlager und Atommülltransporte aufflammen und neue Atomkraftwerke geplant werden?

Sehen Sie mit der Globalisierungskritik und den Sozialprotesten Zeichen neuer gesellschaftlicher Aufbrüche – oder bleibt es still in Deutschland?

Die großen Unternehmen und Finanzströme sind längst globalisiert, die neuen sozialen Bewegungen dagegen nur in Ansätzen. Hinzu kommt, daß diese neuen Bewegungen sich noch finden und auf eine viel breitere Basis bringen müssen. Ein reines, mit viel Wunsch und Traum nach rückwärts gewandtes Protestpotential bringt uns dieser Basis nicht näher. Ich habe aber keinen Zweifel, daß die gesellschaftlichen Aufbrüche auch auf der internationalen Bühne vorankommen. Im Übrigen sehe ich auch gegenläufige Entwicklungen zur Globalisierung. Gerade die erneuerbaren Energien haben einen zutiefst dezentralen Ansatz. Sie bergen ein großes Potenzial weg von den multinationalen Konzernen und Monopolen hin zu regionalwirtschaftlichen Strukturen.

Was machen Sie beruflich?

Programmierer im Rechenzentrum der Oberfinanzdirektion Koblenz

Was tun Sie, wenn Sie weder beruflich noch politisch tätig sind?

Derzeit kann ich mich nicht daran erinnern.

Mit welchem Politiker der CDU/der FDP würden Sie am liebsten essen gehen?

Mit Stoiber. Aber nicht zum Essen, sondern in die Ahrthermen. Damit er mal entspannt.

Ihr Motto

Beharrlich bohren und nicht klein kriegen lassen

Mit welcher Romangestalt würden Sie sich vergleichen, und warum?

In Steinbecks “Tortilla flat” leben Danny und Pilon mit ihren Freunden in den Tag und besitzen, außer einer Flasche Wein, am liebsten eigentlich nichts. Sie teilen sie das wenige, das sie besitzen – vorzugsweise, was dem anderen gehört. Selbst ein geerbtes Haus und angenehmes Dach über dem Kopf drückt letztlich doch allzu sehr mit Verantwortung. Die paar Grundbedürfnisse werden nicht immer auf ganz moralische Weise befriedigt, doch beruhigen feinsinnig-schelmische Gedankengänge selbst ein ausgeprägtes Gewissen. Paßt eigentlich nicht zu mir. Nur ein wenig beneidenswert.


Meine Antworten auf die Fragen des General-Anzeigers

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Meine Antworten auf die Fragen der Rhein-Zeitung

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Biographisches - Kurz und knapp

   
Name: Wolfgang Schlagwein geboren: 20.02.1957 in Bad Neuenahr
wohnhaft: Bad Neuenahr-Ahrweiler

beruflicher Werdegang:
1976 Abitur 1977-1981 Studium für das Lehramt Geschichte und Geographie in Bonn 1982-1983: Zivildienst auf der Rettungswache des DRK in Bad Neuenahr 1983-1985: Referendariat in Düren, 2. Staatsprüfung 1986-1987: Rettungssanitäter beim DRK im Kreis Ahrweiler 1988 Ausbildung zum Organisationsprogrammierer bei Siemens in Bonn Bad-Godesberg seit 1989: Programmierer im Rechenzentrum der Oberfinanzdirektion Koblenz

politischer Weg:
Mitglied bei den Grünen seit 1985
seit 1989 Fraktionsvorsitzender im Kreistag Ahrweiler
und im Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler
Seit 1994 Mitglied im Verwaltungsrat der Kreissparkasse Ahrweiler
Mitglied im Kreis- und Umweltausschuß des Kreistages Ahrweiler
Mitglied im Haupt- und Finanzausschuß des Stadtrates Bad Neuenahr-Ahrweiler

1990 - 1998: Gründungs- und Vorstandsmitglied der Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft
Rhein-Ahr e.V. (Vermarktung von Produkten aus ökologischem Anbau der Region)
>br> Mehr über mich, meine kommunalpolitische Arbeit und Die Grünen im Kreis Ahrweiler erfahren Sie unter www.gruene-aw.de   
   
   
   
   
 

 

 



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